Kirchenburgen im Szeklerland

Fotos: Zoltán György Horváth
Text: Zoltán György Horváth und Béla Gondos

Die Ausstellung ist zur Zeit zu sehen: -

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Die Kirchenburg von Csíkkarcfalva

 
Erholungsszene der Legende vom Heiligen Ladislaus in Székelyderzs


Die Kirchenburgen sind ganz besondere Kunstdenkmäler des Szeklerlandes (südöstlicher Teil von Siebenbürgen, Teil des Ungarischen Königreiches, heute in Rumänien). Die meistens gotischen Kirchen wurden - ähnlich wie die der in der Nähe lebenden Sachsen - nicht nur einfach mit einer kleineren Mauer (es gibt auch darauf viele Beispiele), sondern mit aus Burgmauern, Ecktürmen bestehenden mächtigen Schutzsystemen umgenommen. So entstanden auch strategisch bedeutende Festungen im 15-17. Jahrhundert: die Belagerung von Csíkkarcfalva und Sepsiszentgyörgy war zum Beispiel sicher keine einfache Aufgabe.

Die gotischen Kirchen enthalten aber auch viele kunsthistorisch bedeutende Schätze. In der auch noch heute ausschliesslich auf holprigen Erdwegen erreichbaren Székelyderzs befindet sich eine der im historischen Ungarn im besten Zustand erhaltengebliebene Freskenzyklen der Legende von Heiligem Ladislaus (sehr populäres Thema des ungarischen Mittelalters). Die am Kirchenturm von Csíkrákos zu sehenden Wandgemälden stellen wahrscheinlich erstaunlicherweise Szenen einer ungarischen heidnischen Urreligion dar, in Zabola ist in einer herrlichen Einheit die mit grossem Motivenreichtum bemalten Kirchendecke zu sehen.

Für die Besucher, die etwas nä her auf das Thema eingehen wollen, wurde auch ein Begleittext von Zoltán György Horváth und Béla Gondos über die vorgestellten Kirchenburgen zusammengestellt.

Die Ausstellung entstand mit der finanziellen Unterstützung und unter der Organisation des Vereins der Siebenbürgischen Ungarn (Budapest).